Ratgeber · Stand September 2026
Holzschäden am Fachwerk erkennen: Feuchte, Pilz und Insekten
Holzschäden am Fachwerk richtig einordnen: typische Hinweise, warum die Ursache wichtiger ist als die Oberfläche und wann eine fachliche Prüfung sinnvoll ist.
Feuchtezeichen ernst nehmen
Dunkle Verfärbungen, abplatzender Putz, weiche Holzbereiche oder wiederkehrende nasse Stellen sind Hinweise auf Feuchte. Entscheidend ist, woher das Wasser kommt und ob das Holz wieder austrocknen kann.
Insektenlöcher nicht allein bewerten
Ausfluglöcher zeigen, dass holzzerstörende Insekten vorhanden waren oder sind. Ob aktuell Aktivität besteht, lässt sich nicht nur aus alten Löchern ableiten. Bohrmehl, frische Kanten und weitere Befunde müssen gemeinsam bewertet werden.
Verformungen können konstruktiv sein
Schiefe oder unebene Fachwerkwände sind bei alten Gebäuden nicht automatisch ein Schaden. Neue oder zunehmende Verformungen, gerissene Verbindungen oder abgesackte Auflager brauchen jedoch eine konstruktive Prüfung.
Keine dichten Reparaturschichten über feuchtes Holz
Beschichtungen, die das Austrocknen behindern, können den Schaden verschärfen. Reparaturmaterialien sollten zum Feuchteverhalten des Bestands passen.
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